Das Ziel unserer Arbeit

Der frühere Bundespräsident Theodor Heuss formulierte einmal, dass es eine Schande ist, dass es Tierschutz überhaupt geben muss. - Recht hat er!

Tiere sind nach wie vor der Willkür des Menschen hilflos ausgeliefert. Menschen missbrauchen Tiere als Sportgerät oder töten sie "sportlich" auf der Jagd. Tiere werden als Objekt der Schaulust und Belustigung in Zoos und Zirkus herabgewürdigt. Nutztiere werden durch die Ausbeutung des Menschen zum Industrieprodukt in einer gnadenlosen Massentierhaltung gemacht. Selbst bei Primaten, die uns genetisch nahe stehen, scheuen wir uns nicht, diese in Labors ebenso qualvollen wie unsinnigen Versuchen auszusetzen. Trotz Tierschutzgesetz sind Tiere auch heute noch juristisch eine Sache. Die Belange des Tieres werden immer den Wünschen des Menschen untergeordnet. Unsere Tierschutzarbeit soll bewusst machen, dass Tiere unsere Mitgeschöpfe sind mit eigenen Bedürfnissen, Empfindungen und Gefühlen wie Trauer, Schmerz und Freude.
Deshalb setzen wir uns für die Interessen der Tiere ein.


Die Vermittlung
Fast alle Tiere, die in unser Tierheim kommen, haben bereits mindestens eine leidvolle Erfahrung mit den Menschen machen müssen. Bei ihrer Anschaffung geliebt und verhätschelt, aber nachdem sich die Interessen "ihres Menschen" geändert haben, ins Tierheim abgeschoben oder einfach ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund sollte man Verständnis dafür haben, dass wir bei der Vermittlung unserer Schützlinge mit großer Sorgfalt vorgehen. Wer ein Haustier übernehmen will, sollte in der Lage sein, die Verantwortung für das Tier über Jahre zu tragen, denn es ist unserer Ziel, dass die von uns vermittelten Tiere in ihrem neuen Zuhause glücklich alt werden können. Wir geben daher jedem Interessenten die Möglichkeit, sich in Ruhe ein Tier auszusuchen und dieses Tier vor der Übernahme näher kennen zu lernen. Das bedeutet, dass wir uns, aber auch der Interessent, Zeit nehmen, damit die Vermittlung ein voller Erfolg werden kann. Vor jeder Übergabe führen wir außerdem mit dem Tierfreund ein Beratungsgespräch bei ihm zu Hause, um Tipps zu geben und weitere Fragen zu beantworten. Wir sind Tierschützer und keine Händler und stehen Ihnen daher auch nach der Übernahme eines Schützlings mit Rat und Tat zur Seite, wenn Sie dies wünschen.


Betriebskosten und Einnahmen - Tierschutz kostet Geld
Für den Betrieb unseres Tierheims muss der Tierschutzverein pro Jahr rund Euro 250.000 aufbringen. Dieser Betrag setzt sich hauptsächlich zusammen aus den Personalkosten, Futterkosten, Tierarztkosten und Raumkosten.

Personalkosten
Ein Tierheim in unserer Größenordnung kann nicht nur durch den ehrenamtlichen Vorstand und ehrenamtliche Helfer geführt werden. Für die Pflege der rund 160 Tiere, die durchschnittlich im Tierheim leben, sind fest angestellte Tierpfleger notwendig. In der Hochsaison (Sommermonate) beherbergt unser Tierheim z.T. bis zu 40 Hunde und bis zu 60 Katzen. Hinzu kommen zahlreiche Kleintiere wie Hasen, Meerschweinchen, Frettchen und Vögel.

Futterkosten
Wir legen großen Wert auf qualitativ hochwertiges Futter, um die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer zahlreichen Schützlinge zu gewährleisten.

Tierarztkosten
Sie umfassen die Behandlungen und Impfungen unserer Schützlinge, die oft in einem erbärmlichen Gesundheitszustand zu uns kommen. Um das durch viele Geburten verursachte Elend, insbesondere bei Katzen, einzudämmen, bieten wir einen für uns kostenaufwendigen Kastrationsservice an.

Raumkosten
Heizungskosten (Gas) und der hohe Wasserverbrauch (der Hygiene wegen notwendiges Ausspritzen der Zwinger und die viele Wäsche) belasten unseren Etat ebenso wie die extrem angestiegenen Gebühren für Müllabfuhr und Strom. Monatlich müssen wir nur für die Stadtwerke über 2.000 Euro aufbringen. Da sind noch nicht die Müllkosten mit abgerechnet.

Einnahmen
Lediglich etwas mehr als ein Drittel dieser Kosten konnten in den letzten Jahren durch eigene Einnahmen gedeckt werden, z.B. Einnahmen durch Pensionstiere, Gebühren bei Vermittlung von Tieren, Mitgliedsbeiträge und Städtischem Zuschuss für Fundtiere. Bei den verbleibenden restlichen zwei Dritteln der Kosten sind wir auf Ihre Spenden und Zuwendungen (Vermächtnisse/Testamente) angewiesen. Bleiben sie aus oder gehen zurück, ist die Existenz des Tierheims gefährdet.