News rund um den Tierschutz

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Illegaler Welpenhandel
In Kleinanzeigen und im Internet werden viele Hundewelpen angeboten, die aus Hundefabriken aus dem Ausland stammen. Händler werben damit, eine große Auswahl verschiedener (Mode-)Rassen anbieten zu können. Oft werden die jungen Hunde sehr günstig angeboten, aber mittlerweile versuchen sich illegale Hundehändler auch als seriöse Züchter auszugeben und verlangen höhere Preise. Das Leid dieser Welpen ist immens. Sie werden meist viel zu früh von der Mutter getrennt, so dass die für Hunde sehr wichtige Sozialisierung nicht stattfinden kann. Anstatt während der Prägephase zwischen der achten und zwölften Lebenswoche an ihre zukünftigen Hundehalter übergeben zu werden, bleiben die Welpen bei den illegalen Tierhändlern in der Regel nur zwei bis vier Wochen bei der Mutter. Die Folge: Massive Verhaltensprobleme der Tiere, zum Teil bis ins Erwachsenenalter.

Unterstützen Sie unseren Kampf gegen illegalen Welpenhandel!
Viele Welpen sind von den langen Transporten geschwächt und kaum überlebensfähig. Meist werden sie weder entwurmt noch mit den lebenswichtigen Impfungen abgegeben. Auch fehlen bei der Einfuhr nach Deutschland häufig die Kennzeichnung durch Mikrochip und Begleitpapiere wie der Heimtieraus­-
weis - oder die Papiere sind gefälscht. Zuhause beim Käufer angekommen, werden die Welpen schnell schwer krank, viele sterben trotz intensivmedizinischer Behandlung. Weil die neuen Hundebesitzer die immensen Kosten der nötigen tierärztlichen Behandlung nicht aufbringen können, landen kranke Tiere oft im Tierheim. Decken Polizei und Veterinäramt einen illegalen Handel auf und beschlag- nahmen Tiere, müssen die Tierheime oft viele kranke Hunde gleichzeitig aufnehmen - eine Mammutaufgabe.


Das Leid der Elterntiere in der Vermehrerzucht
Das grausame Geschäft mit den Welpen führt auch zu erheblichem Leid bei den Elterntieren. Die Mutterhündinnen werden oft über Jahre hinweg als „Gebärmaschinen“ missbraucht, den Rüden werden Hormone gespritzt, damit sie immer wieder decken können. Die Hunde vegetieren in kleinen Zwingern vor sich hin - ohne Tageslicht, ohne Kontakt zu anderen Tieren, ohne Umwelteindrücke und -geräusche, ohne menschliche Zuneigung und ohne je eine Pfote auf eine Wiese oder einen Waldboden gesetzt zu haben.

Deckrüden

Die Rüden leben jahrelang in Einzelhaltung, werden mit Hormonen vollgepumpt und mit Gewalt wie Tritten oder Stromschlägen zum Decken gezwungen.  Danach werden sie direkt wieder eingesperrt und kommen erst zum nächsten Deckakt wieder aus ihrem Verschlag heraus. Sie sind deshalb oft noch stärker traumatisiert als die Hündinnen.

Mutterhündinnen

Auch die Zuchthündinnen werden nicht wie Lebewesen sondern wie Produktionsmaschinen behandelt. Sie werden in jeder Läufigkeit neu gedeckt. In seriösen Zuchten werden die Hündinnen maximal einmal im Jahr gedeckt, das bedeutet, dass sie meistens in einer Läufigkeit leer bleiben. Die „Züchter“ achten weder auf eine spezielle Ernährung, die trächtige und säugende Hunde brauchen, noch impfen oder entwurmen sie die Tiere. Ihre Welpen müssen die Hündinnen auf Betonböden zur Welt bringen und ihren Wurf auch dort großziehen – bis er ihnen viel zu früh entrissen wird.

Krankheiten

Die Hündinnen leiden unter der enormen körperlichen Belastung und unter Krankheiten, die durch die schlechte Haltung und fehlende Pflege entstehen, wie Milben, Wurmbefall, kahle entzündete und offene Hautstellen, Fehlstellungen der Gliedmaßen, Tumore, Gebärmutter-Entzündungen und Zysten. Für die Zucht ausgewählt werden sie nach Schönheit und nicht danach, ob sie gesund sind. Auch eine mögliche erbliche Vorbelastung wird nicht geprüft. Die Welpen leiden daher oft unter rassetypische Erb-Krankheiten und den Folgen von Gen-Defekten.

Ohne Zukunft?
Erbringen die Tiere nicht mehr die nötige Leistung, werden sie meist einfach entsorgt oder getötet. Schaffen es Tierschutzvereine, die Hunde aus diesen Stationen zu retten, leben sie meistens nicht mehr länger als zwei bis drei Jahre, weil die Folgen dieser Haltung sie körperlich ausgelaugt haben. Viele Hunde sind so traumatisiert, dass sie Menschen nie wieder vertrauen. Es gibt auch Tiere, die sich mit viel Liebe und Geduld Schritt für Schritt wieder Menschen öffnen können. Das dauert aber oft Jahre und ist ein sehr zerbrechlicher Prozess.
Trotzdem haben all diese Hunde ohne Zweifel eine zweite Chance verdient.

Gegen illegalen Welpenhandel
Waidhaus an der teschechischen Grenze: Die Polizei stoppt einen Transporter, der 30 Hundewelpen geladen hat. In engen, verschmutzten Boxen waren die Tiere auf dem Weg von Tschechien nach Frankreich. Tierheime nehmen die kranken, geschwächten Welpen auf und versuchen sie aufzupäppeln und gesund zu pflegen. Nicht alle Welpen schaffen es.
Dies ist leider kein Einzelfall. Der Handel mit Welpen boomt und nur selten werden die Händler wie hier auf frischer Tat ertappt. Immer wieder müssen Tierheime Hunde aufnehmen, die vom Zoll oder von der Polizei beschlagnahmt wurden. Und dies nicht nur im Grenzbereich oder an den Flughäfen, sondern bundesweit. Allzu groß ist die Versuchung der Welpen-Mafia, schnelles Geld zu machen. Tschechien, Polen, Rumänien, aber auch Belgien und die Niederlande gehören zu den Ländern mit kommerziellen Hundezuchten.

Wir fordern
Das Leid der Hundewelpen kann nur durch strikte Grenzkontrollen, konsequentes Durchgreifen in den Ländern vor Ort und harte Strafen für die Verantwortlichen beendet werden. Für die personellen und sachlichen Rahmenbedingungen muss die Politik umgehend sorgen - sowohl national als auch auf europäischer Ebene.
Seit Jahren appellieren wir außerdem an die Bundesregierung, ein Heimtiergesetz zu erlassen. Dieses muss unter anderem die Zucht, den Handel, sowie eine generelle Pflicht zur Kennzeichnung und Registrierung von Tieren beinhalten.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund
www.tierschutzbund.de


Pressemitteilung
Pilotprojekt „Saufang“ Baden-Baden


Zum Thema Saufang in Baden-Baden äußert sich der Tierschutz Baden-Baden e. V. mit folgender Stellungnahme:

Nach weiteren Recherchen hinsichtlich des Themas „Saufänge in Baden-Baden“ kommt der Tierschutz Baden-Baden e.V. mit heutiger Erklärung zu dem Schluss, dass die von der Landesbehörde und auch dem Forstamt Baden-Baden insbesondere Herrn Forstamtsleiter Hauck vorgegebenen Tatsachen, die den Versuch darstellen, die Stellung zweier Saufänge in Baden-Baden zu rechtfertigen mit der Wirklichkeit nicht überein zu bringen sind.

Zur Zusammenfassung:
Seitens des Forstamts wurde unter Berufung auf die Landesbehörde, welche die Saufänge genehmigt hat, argumentiert, dass Saufänge in Rheinland-Pfalz, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich betrieben werden. Von Herrn Forstamtsleiter Thomas Hauck wurde hierbei die Äußerung getätigt, er habe sich selbst von den betriebenen Saufängen in Mecklenburg Vorpommern überzeugt.
Eine Nachfrage des deutschen Tierschutzbundes bei der Landesregierung Mecklenburg Vorpommern ergab indes, dass die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern keine Genehmigung für Saufänge erteilt hat.
Zwar wurden um das Jahr 1993 zwei Saufänge in Mecklenburg-Vorpommern errichtet, dies aufgrund der damals herrschenden Schweinepest, die man durch die Errichtung von Saufängen versuchte einzudämmen. Nachdem sich diese Maßnahme jedoch aus seuchenmedizinischer Sicht für nutzlos heraus gestellt hat, ist man von einer Bejagung des Schwarzwildes aus solchen Abwehrmaßnahmen abgerückt und hat die Genehmigung für die Saufänge auslaufen lassen. Aktuell kommt auch in Bezug auf die drohende afrikanische Schweinepest das Friedrich Löffler Institut nicht zu einer solchen Empfehlung zur Bestandsreduktion.
Ergo hat sich offensichtlich der Forstamtsleiter Hauck von dem Betrieb illegaler Saufänge überzeugt und die dort gewonnenen Eindrücke in das Genehmigungsverfahren des Landes Baden-Württemberg einfließen lassen. Ein aus demokratischer Willensbildungssicht durchaus eindrucksvoller Vorgang, der das gesamte Genehmigungsverfahren aus Sicht des Tierschutzvereins Baden-Baden e. V. in Frage stellt.

Zu den in Bayern angeblich betriebenen Saufängen ist folgendes zu sagen:
Das Landwirtschaftsministerium in Bayern hat die Genehmigung von Saufängen dementiert. Es konnte im Übrigen in Erfahrung gebracht werden, dass die im fränkischen Bereich ehemals betriebenen Saufänge zwischenzeitlich still gelegt und unter Auflage abgebaut werden mussten sowie auslaufende Genehmigungen nicht verlängert worden sind. Dies maßgeblich aus dem Grund heraus, dass zum einen eine wirksame Dezimierung des Schwarzwildbestandes durch die Bejagung in Saufängen nicht festgestellt wurde und die Bejagung in waidgerechter und tierschutzrelevanter Sicht mehr als grenzwertig sei.
Der einzige Saufang, der in Bayern noch zum Betrieb bereit steht, ist einer im Nationalpark Bayrischer Wald. Selbst der für den Saufang verantwortliche Berufsjäger kommt zu dem Ergebnis, dass sich derartige Dramen bei der Bejagung in dem Saufang abspielen, dass dies aus jagdethischer und tierschutzrechtlicher Sicht nicht vertretbar sei. Dies wurde von dem zuständigen Berufsjäger bereits anlässlich mehrerer Vorträge berichtet.
Die in Rheinland-Pfalz ehemals in Betrieb gewesenen Saufänge zielten aufgrund der dortigen Ausmaße nur auf die Frischlingsjagd ab. Dort war das Phänomen zu beobachten, dass die durch den Frischlingsfang erzielbare Fangquote im Vergleichszeitraum von fünf Jahren kontinuierlich abnahm wohingegen die Fangquote im Beobachtungszeitraum durch rein konventionelle Bejagungsstrategien um 20% zunahm. Dies hatte dann zum Ergebnis, dass die Saufänge in Rheinland-Pfalz außer Betrieb gesetzt wurden.

Mit großem Befremden muss daher konstatiert werden, dass trotz eindeutiger Informationen aus Fachkreisen, dass

  • die Saufangjagd weder waidgerecht ist noch

  • tierschutzrechtlichen Anforderungen genüge geleistet wird,

aufgrund einer Inaugenscheinnahme durch Herrn Forstamtsleiter Hauck von ungenehmigten Saufängen eine entsprechende landesrechtliche Genehmigung erteilt wird und an der Reduktion des Schwarzwildes durch Saufänge festgehalten wird.
Es liegen bereits umfangreiche Erkenntnisse über die Bejagung von Schwarzwild durch Saufänge vor, im Übrigen schon seit Beginn des Gesetzgebungsverfahrens des Bundesjagdgesetzes Anfang der 50-er Jahre, die eben den Saufang bereits als äußerst kritische Jagdmethode angesehen haben und zum Ergebnis kamen, dass nur in besonderen Ausnahmefällen eine Bejagung in Saufängen stattfinden soll.
Eine derartige Ausnahmesituation ist in Baden-Baden nach Auffassung des Tierschutz Baden-Baden e. V. nicht einmal ansatzweise gegeben. Die Errichtung der Saufänge unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Erkenntnisse ist nur eine scheinheilige Schutzbehauptung, die mit einem rationalen Denken nicht erklärt werden kann.
Weiterhin liegen dem Tierschutz Baden-Baden e.V. Erkenntnisse vor, die das gesamte Genehmigungs- insbesondere Zwischenprüfungsverfahren des Pilotprojektes Saufang in Frage stellen.
Ausweislich des vorliegenden Bescheides des Ministeriums Raum- und Verbraucherschutz Landesbetriebs Forst Baden-Württemberg vom 02. Juli 2013 wurde dem Forstamt Baden-Baden vertreten durch Forstamtsleiter Thomas Hauck zur Auflage gemacht bis zum 31. März 2013 einen Bericht über den Verlauf des Projektes vorzulegen.
Dieser Bericht liegt als Zwischenbericht zur Pilotstudie Saufang dem Tierschutz Baden-Baden e.V. vor und stammt vom 03. April 2014.
In diesem Zwischenbericht wird seitens des Forstamtes, von Herrn Fortamtsleiter Hauck ausgeführt, dass die beiden Saufänge von Tierärztin Frau Dr. Winter am 11. Dezember 2013 geprüft und abgenommen worden sein.
Auf Nachfrage des Tierschutz Baden-Baden e.V. an die Stadt Baden-Baden, Veterinäramt, teilte das Ordnungsamt der Stadt Baden-Baden durch Amtsleiterin Frau Henke mit, dass eine tierschutzrechtliche Abnahme durch das Veterinäramt, vertreten durch Frau Dr. Winter als Amtsleiterin bislang nicht stattgefunden hat.
In diesem Punkt ist also festzuhalten, dass durch das Forstamt in diesem Punkt sowohl die Öffentlichkeit als auch das Ministerium, dem dieser Bericht ebenfalls laut Genehmigung zugeleitet werden sollte arglistig getäuscht worden ist.
Ein weiterer zu beanstandender Punkt ist, dass nach Informationen unseres Vereins zwei Saufänge von Kameras überwacht werden. Diese Kameraüberwachungen sollen Vandalismusschäden an den Saufängen vorbeugen.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, inwieweit sich die Stadt Baden-Baden, insbesondere auch das Forstamt darüber Gedanken gemacht hat, dass es sich um einen öffentlich, nach Landeswaldgesetz für jedermann zugänglichen Bereich handelt, der nun auf einmal mit einer Kamera überwacht wird. Der Tierschutzverein beanstandet insoweit eine öffentlich/rechtliche Überwachung des Waldes durch Kameras, sei es auch im Bereich der errichteten Saufänge. An die hohen Anforderungen öffentlich/rechtlicher Überwachungen sei hieran erinnert. Ein entsprechendes Genehmigungsverfahren hierfür ist dem Tierschutz nicht bekannt.
Gleichwohl verhält es sich so, dass sowohl der Tierschutz als auch die evaluierten Personen des Genehmigungsverfahrens, Herr Professor Dr. Jäger, Herr Thorsten Schmid, als auch die Landestierschutzbeauftragte Frau Dr. Cornelia Jäger von einer Videoaufzeichnung der Vorgänge im Saufang bei dessen Betrieb ausgehen. Da eine tierschutzrechtliche Beurteilung nur mittels Aufzeichnung des Verhaltes der Tiere während des Abschlusses der Tiere im Saufang möglich ist.
Die Forderung unseres Vereines ist es, dass zunächst seitens der Stadt Baden-Baden die verbindliche Erklärung abgegeben wird, dass eine öffentliche Überwachung des Waldes nicht stattfindet und beim Abschlussbetrieb im Saufang eine vollumfängliche Videodokumentation erfolgt, die dann den Genehmigungsbeteiligten Gremien des Landes Baden-Württemberg zugeht, insbesondere dem Landestierschutzbeirat vollumfänglich zugängig gemacht werden.
In diesen Zusammenhang passt auch, dass die Wildforschungsstellung Aulendorf des Landes Baden-Württemberg dementiert hat entsprechende städtische Forstbeamte zum Zwecke der sachkundigen Tötung des Schwarzwildes in Saufängen ausgebildet zu haben. Auch hier wurde offensichtlich die Unwahrheit seitens der Baden-Badener Behörden gesagt.

Wir als Tierschutz Baden-Baden e.V. fordern daher eine sofortige Einstellung des Pilotprojektes Saufang in Baden-Baden, da die Errichtung und das Betreiben von Saufängen aus wissenschaftlicher Sicht vollkommen überflüssig und aus tierschutzrelevanter Sicht keinesfalls vertretbar sind.

Viola Peter                                     Andreas Kniep
1. Vorsitzende                                2. Vorsitzender
Tierschutz Baden-Baden e.V.        Tierschutz Baden-Baden e.V.

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Waschen, legen, kraulen
Wie der Tierschutz in Baden-Baden unterstützt wird, zeigt der Hundesalon Berry
Jutta Gobmeier und Evelyn Vana müssten das nicht machen. Im Hundesalon Berry nehmen sie immer wieder Hunde und Katzen aus dem Tierheim Baden-Baden kostenlos unter ihre Fittiche und machen aus den teils verwahrlosten Fundtieren wieder hübsch anzusehende Kerlchen. So viel Pflege könnte das Tierheim gar nicht immer leisten – zumal nicht, wenn Tiere lange nicht versorgt wurden und zum Beispiel das Fell hoffnungslos verfilzt ist. Da müssen Profis ran. Dass Jutta Gobmeier und Evelyn Vana immer wieder einspringen, Futter und Ausrüstung zum Einkaufspreis überlassen und einfach da sind, wenn es „brennt“, ist ein Beispiel dafür, wie solidarisch es in Baden-Baden zugeht, wenn sich Tierfreunde gegenseitig ermutigen, alles Mögliche und manchmal auch etwas Unmögliches für ihre vierbeinigen Freunde zu leisten. Deshalb empfiehlt der Tierschutzverein Baden- Baden den Hundesalon Berry, weil hier nicht nur das Handwerk beherrscht wird, sondern weil auch das Herz am richtigen Fleck sitzt. Waschen, legen, kraulen: Jutta Gobmeier und Evelyn Vana wissen, was sie tun, und stellen immer nur eines in den Mittelpunkt: das Wohl des Tieres. www.hundesalon-berry.de


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Ein Halali der Unvernunft
Die Waldnähe unserer Stadt verlangt Respekt statt Hysterie
Üblicherweise beendet ein „Halali“ eine Jagd. Auch wenn der Jägersmann daselbst das Zeitliche segnet, wird ihm oft von  seinen Freunden ein gleichnamiges Horn­signal am offenen Grab zuteil. Rund um Baden­-Baden wurde in den ver­gangenen Jahren allzu oft der Vernunft das „Halali“ geblasen, wenn wir diesen Ver­gleich einmal benutzen dürfen. Der Begriff „Überpopulation“ diente einem fröhlichen Abschlachten der Wildschweine rund um die Stadt der Erholung und der Gesundheit. Natürlich ist es ärgerlich, wenn Gärten oder Golfbahnen von Tieren umgegra­ben werden. Vermisst wurde aber letztlich nicht nur die eine oder andere Hortensie oder ein Stück Golfbahn, sondern auch ein Grundrespekt vor den Lebewesen unserer Wälder – so hart muss man es sagen. Auch dank der unermüdlichen Gegenwehr des Baden-­Badener Tierschutzvereins hat sich dies ein wenig geändert und spätestens seit eine Jagdgesellschaft im Frühsommer 2013 einen von ihren Hunden apportier­ten Frischling nicht erschoss, sondern zur Krankenpflege mit nach Hause nahm, hat sich auch emotional einiges getan. Der einsichtige Jäger schaffte es bis in die Zeitung und Frischling „Paulchen“ bis in ein Reservat in der Pfalz. Gut gemacht! Wir Tierschützer schauen weiter genau hin – auch in den Wald, den man manchmal  vor lauter Bäumen (oder Paragrafen) nicht richtig erkennt. Unterstützt fühlen wir uns dabei auch vom Landesjagdverband, der sich gegen eine Verrohung der Jagd klar ausgesprochen hat. „Paulchen“ hat es  geschafft, aber viele andere Wildtiere schaffen es nicht. Gerade im Hinblick auf den neuen Natio­nalpark Nordschwarzwald hoffen wir auf ein vernünftiges Jagdwesen, das nicht  hysterisch wird, wenn die Paulchens dieser Region einmal „um die Häuser ziehen“. Der unschätzbare Vorteil unserer Stadt, so waldnah zu liegen, erfordert auch Res­pekt vor den Tieren. Sonst blasen wir der  Vernunft das Halali.

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Presseartikel im Badischen Tagblatt Frischling Paulchen
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Presseartikel im Badischen Tagblatt wegen eines mißhandelten Käterchens
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Kauknochen gesucht!!!
Wenn Sie das Tierheim mit einer Futterspende bedenken möchten, würden sich unsere Hunde sehr über Kauknochen, Trockenpansen, Ochsenziemer, Schweineohren etc. freuen.

Vielen Dank