Unsere Hunde, die sich ein neues Zuhause wünschen

In der Rubrik Hundehaus stellen wir Ihnen unsere bellenden Heimbewohner vor. Wir versuchen die Texte aktuell zu halten, da wir uns aber intensiv mit unseren Hunden beschäftigen und es im Training nicht immer nur Fortschritte, sondern auch neue Erkenntnisse über die einzelnen Charaktereigenschaften gibt, sollten sich Interessenten bitte telefonisch vorab mit uns  in Verbindung setzen. Seit einigen Jahren müssen wir leider feststellen, dass manche Hunde Defizite in der Sozialisierung mit Mensch und Tier mit sich bringen, von mangelnder Erziehung ganz zu schweigen. Es ist uns ein dringendes Anliegen, dass sich Hundebesitzer bewusst werden, dass ein harmonisches Miteinander auch Arbeit bedeutet, Zeit erfordert und in manchen Fällen auch Kosten verursacht. Gerne legen wir Ihnen die "Hundeschule unseres Vertrauens" ans Herz. www.hundezentrum-kuppenheim.de

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Ebony (geb. ca. 2015), eine Grand Bleu des Gascogne Hündin stammt aus einer aus dem Ufer gelaufenen Hobbyzucht. Sie lebte mit vielen anderen Hunden auf einem Gelände, ohne etwas kennen zu lernen. Ebony kam hochtragend zu uns und hat am 07.09.2020 acht zuckersüße Babies bekommen, die sie routiniert und gewissenhaft versorgt. Sobald sie ihren letzten Wurf groß gezogen hat, wünschen wir uns für unsere "Goldmaus" ein liebevolles Zuhause, in dem sie erfahren darf, wie ein Hundeleben sein sollte. Ebony muss bedingt durch ihre Vorgeschichte noch einiges lernen, selbst an der Leine geführt zu werden, ist ihr gänzlich unbekannt. Sie hat ein anhängliches Wesen und möchte sich gerne auf den Menschen einlassen. Neue Besitzer brauchen Geduld und Einfühlungsvermögen, denn hoppla-hop Erfolge gibt es nur im Fernsehen. Außerdem ist Ebony natürlich noch ein Weilchen durch ihre mütterlichen Pflichten gebunden.

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Die Griffon Hündin Lara (geb. ca. 2013) stammt aus einer aus dem Ufer gelaufenen Hobbyzucht. Sie lebte mit vielen anderen Hunden auf einem Gelände, ohne etwas kennen zu lernen. Noch nie wurde sie an der Leine spazieren geführt. Ihr stark ausgeprägtes Gesäuge erzählt von unzähligen Würfen. Als sie zu uns kam war sie außerdem sehr verwahrlost und unterernährt. Nun wünschen wir uns für sie anschmiegsame Lara eine bessere Zukunft für ihren zweiten Lebensabschnitt. Bedingt durch ihre Vorgeschichte muss sie noch einiges lernen. Da sie eine herzensgute Hündin ist und sich gerne an Bezugspersonen bindet, wird sie bereitwillig mitarbeiten, braucht hierbei aber Menschen, die sich die Zeit nehmen, Lara kennen und lieben zu lernen

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Max kam als Fundtier ins Tierheim. Der junge Rüde ist freundlich zu den Menschen, die er kennt und seines Erachtens "dazu" gehören. Bei Fremdpersonen ist er anfangs vorrangig seiner Rasse entsprechend. Kangals sind keine zu groß geratenen Labradore, sondern Herdenschützer! Sie brauchen eine Aufgabe und haben einen eigenwilligen Kopf. Wir haben den Eindruck, das mit Max im vorherigen Zuhause leider nicht viel gearbeitet wurde. Er ist sich seiner Größe und Masse durchaus bewusst, kann aber hin und wieder auch schon anständig neben einem her gehen. Sein Arbeitswille ist derzeit noch sehr von seiner persönlichen "Tagesform" abhängig, deshalb müssen wir noch sehr kleine Brötchen backen... Vertrauensaufbau, Impulskontrolle und Maulkorbtraining, sind die ersten kleinen Arbeitsschritte. Ein langer Weg liegt noch vor ihm und dem Menschen. Max ist ein toller Kerl, aber kein Anfängerhund.

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Zeus lebte von klein auf in einer Familie mit Kleinkind. Diese hatte offensichtlich die enorme Herausforderung unterschätzt, die "brandige" Mischung aus Akita und Dobermann ausreichend zu beschäftigen und zu erziehen. Als wir Zeus entgegen genommen haben, zeigte er keinerlei Disziplin und sprang uns direkt geifernd an. Seit Monaten trug er den ganzen Tag einen Maulkorb plus Halti darunter, da seine Familie Angst vor ihm hatte. Lediglich zum Fressen wurde dieser abgenommen. Der Nasenrücken war auf Grund der unsachgemäßen Kombination beider Hilfsmittel vollkommen wund gescheuert... Bei manchen Personentypen zeigt er deutliches Mißtrauen, bei ihm vertrauten Menschen ist er widerum sehr anhänglich. Zeus ist ein unwahrscheinlich intelligenter Hund, der sehr schnell lernt, wenn man kompetent mit ihm arbeitet, seine Tendenz jemanden ins Gesicht zu springen hat er abgelegt. Das Power- und Kraftpaket benötigt Menschen, die mit ihm hundegerecht kommunizieren und ihn beschäftigen, ihn erden und zur Ruhe bringen.

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Geri lebte lange Zeit bei uns in sogenannter Verwahrung, das heißt er wurde durch die öffentliche Hand dem Besitzer entzogen. Solange das Verfahren noch in der Schwebe war, konnte der schöne Husky Rüde vorerst nicht vermittelt werden. Nun haben wir endlich die Freigabe und Geris Start ins neue Leben steht nichts mehr im Wege. Bei seinem Vorbesitzer zeigte Geri sowohl Menschen als auch Tieren gegenüber Verhaltensauffälligkeiten, so dass er leider eine Maulkorb- und Leinenauflage hat. Hier im Tierheim macht er gute Trainingsfortschritte und zeigt lang nicht mehr das Aggressionspotential aus früheren Zeiten. Anfangs bei Fremdpersonen sehr reserviert, oftmals auch angespannt, zeigt er sich immer gelassener und ist neutral kontaktbereit. Bei vertrauten Menschen ist er bindungsfähig und freut sich über Zuwendung. In Spiel ist er noch ein wenig grobmotorisch, lässt sich aber körpersprachlich gut ausbremsen, wenn "die Pferde mit ihm durch gehen". Trotzdem sind für den sportlichen und lauffreudigen Rüden noch ein paar Lektionen für den Alltag zu lernen.

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Ein klassisches und trauriges Beispiel wie die "Rettung" eines ängstlichen Auslandhundes nicht verlaufen sollte, ist die Geschichte von unserem Goldschatz Nemo. Von einem anderen Verein übers Internet ohne ausreichende Kennenlernphase ins neue Zuhause übergeben, zeigte sich bereits nach wenigen Tagen die Überforderung auf beiden Seiten. Nemo bekam bei einer eigentlich alltäglichen Situation Panik, riss sich los und lief davon. Über Wochen auf sich allein gestellt, rannte er zwischen Europakreisel und Haueneberstein hin und her, keine Chance an den verängstigten Hund heran zu kommen. Es war reine Glückssache, dass er gesichert werden konnte, da er letztendlich in einen verschließbaren Stall lief. Kaum wieder Zuhause, die nächste für ihn unheimliche Situation und wieder nahm er reiß aus. Die verzweifelten Besitzer konnten nicht mehr. Wir boten unsere Hilfe an, der Rüde tat uns unendlich leid, obwohl wir ihn gar nicht kannten. Über 9 Monate (!)betreuten wir bis zu zweimal täglich Futterstelllen, um ihn Orts treu zu halten, denn mittlerweile erstreckte sich sein Gebiet von Oberbeuern bis Sinzheim! Viele Kosten und Mühen haben wir uns aufgenommen, bis Nemo endlich mit einer ausgeliehenen Hundelebendfalle eingefangen werden konnte. Hierbei ein herzliches Dankeschön an alle, die mitten in der Nacht auf Abruf geholfen haben! Nemo ist ein unglaublicher Hund, als seine erste Bezugsperson bekomme ich immer "Herzle in den Augen", wenn ich anfange von ihm zu schwärmen. Obwohl er so lange auf sich allein gestellt war und sich nie näher an den Menschen ran traute, ist er ein durchaus bindungsbereiter, anhänglicher Hund, der im Training ständig Fortschritte macht. Inzwischen geht er wie selbstverständlich auch mit unseren Ehrenamtlichen im gemischten Hunderudel spazieren, und freut sich über menschliche Zuwendung. Er sucht und findet hierbei die Sicherheit beim Menschen. Neue Besitzer brauchen viel Zeit und Einfühlungsvermögen, damit Nemo weiß, dass er weiterhin auf den Menschen Vertrauen kann.

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Optisch ein Hund, bei dem man sich verführt fühlt ins flauschig rot-weiße Fell zu greifen und ausgiebig zu streicheln. Auch die augenscheinlich "angenehme" Körpergröße lässt meinen, unser Twix wäre ein leicht zu vermittelnder Hund. Leider ist das (Hunde-) Leben nicht immer so einfach... Er kam als Fundtier ins Heim, allerdings klang unserer Meinung nach die Story des Fundvorgangs sehr konstruiert. Und trotz, dass er zum Einstand gleich erstmal zu biss, haben wir den armen Rüden nicht abgewiesen. Viel zu groß war unsere Sorge, dass die "Finder" ihn laufen lassen. Twix ist ein Tier, das wohl schon einige leidige Erfahrungen gemacht haben muss. Bekam er Panik, fühlte er sich bedrängt oder eingeschränkt, fackelte er nicht lange und schuf sich ohne Vorwarnung mit den Zähnen Freiraum. Es mag sich für den Laien seltsam anhören, aber wir Tierpfleger haben uns riesig gefreut, als er langsam lernte vorab zu knurren oder körpersprachlich Warnsignale zu zeigen. Twix kann mittlerweile genießen gestreichelt zu werden, fordert von sich aus auch Zuwendung ein. Bezugspersonen dürfen ihn immer öfter einschränken. Nichts desto trotz: Für Twix ist es noch ein langer Weg, er wird wohl nie ein Anfängerhund sein. 

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Micky ist ein ganz toller Pekinesen Rüde mit weißem Fell und schwarzen Abzeichen. Er wurde am 31.08.2007 geboren und kam zu uns, da sein Frauchen leider ins Pflegeheim musste. Er ist sehr auf eine Person fixiert, daher sind quirlige Haushalte mit Kindern nicht erstrebenswert für Micky.

Micky ist in die Jahre gekommen, bekannter Maßen werden wir alle nicht jünger... Der kleine Opi hatte inzwischen mehrere Schlaganfälle, watschelt aber nach wie vor seine Kurzstrecken und schimpft, wenn das Futter nicht schnell genug kommt. Wir werden für ihn wohl doch sein letztes Zuhause bleiben und schenken ihm bis zun Schluss unsere Liebe und Aufmerksamkeit. 

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Glenny ist ein wunderschöner Jagdhund-Mischling, mit einer kupierten Rute. Er wurde geboren ca. Februar 2018 und ist ein ganz lieber und verspielter Hund. Beim Spiel mit anderen Hunden ist er etwas grobmotorisch. Glenny sollte noch Erziehung genießen.

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Hilton ist ein traumhaft schöner osteuropäischer Schäferhund. Der schwarz-gelbe Bub wurde am 30.05.2014 geboren und kam zu uns, da seine Familie ausgewandert ist. Hilton hat sich früher viel im Garten aufgehalten, reagiert auf Kommandos und zeigt bisher keine Aggressionen gegenüber anderen Rüden. Der recht große Rüde sollte allerdings noch ein bißchen Erziehung genießen.

http://www.youtube.com/watch?v=RHP-HH0rmGU

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Lupo kam ursprünglich als Fundhund ins Tierheim, seine Vorgeschichte ist daher nicht bekannt. In solchen Fällen brauchen wir immer ein bißchen Zeit unsere neuen Bewohner charakterlich beschreiben zu können. Der agile DSH-Mix wurde ca. 2014 geboren, ist ein sehr aktiver und sportlicher, leider aber auch zur Hektik neigender Hund. Lupo scheint in der Prägephase nur mit wenig Umweltreizen konfrontiert worden zu sein, Autos und Traktoren im Wald, Menschen mit Gehstöcken oder auch flatternde Flugdrachen, brachten in anfangs vollkommen aus dem Konzept. Inzwischen er solche Begegnungen in der Regel einfach zur Kenntnis, ein neuer Besitzer darf dabei aber trotzdem nicht "träumen" und sollte alles im Blick haben. Lupo war zwischenzeitlich über einen kurzen Zeitraum vermittelt, im Alltag stellte sich allerdings heraus, dass er nicht dazu bereit war, sich von jedem Familienmitglied einschränken zu lassen. Versucht es eine von ihm nicht akzeptierte Person, schafft er sich drohend Freiraum. Deshalb ist Lupo ausschließlich für einen 1 bis 2 Personen Haushalt geeignet, Kinder sollten natürlich keine vorhanden sein, auch wenn er sich am Gitter immer wieder wie ein treudoofes Lämmchen präsentiert. Er ist durchaus empfänglich für Schmuseeinheiten, die ihm auch die dringend notwendigen Ruhephasen einläuten. Lupo braucht Zeit und geduldige, konsequente Halter, damit er weiterhin die Führungsrolle des Menschen akzeptieren kann.

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In Sofia (geb. 25.03.2010) muss man sich spätestens dann verlieben, wenn man in ihre Augen schaut. Abgegeben wurde sie , da ihre Vorbesitzer ins Ausland auswanderten. Allerdings muss man sagen, dass Sofia schon vorher nicht mehr so recht in den Alltag passte, man hatte immer weniger Zeit für sie und überließ sie oft sich selbst. Da aber die grazile Schönheit entschieden etwas gegen aufgezwungene Langeweile hat, wurde sie sehr erfinderisch sich selbst zu beschäftigen und erlangte dadurch traurige Bekanntheit im Ort, glücklicher Weise kam bei ihren Streifzügen auf stark befahrenen Straßen niemand ernsthaft zu Schaden. Unser "Schlaule" kann Türen öffnen und klettern wie ein Puma. Frei nach der Gesinnung, dass Zäune nur dafür gemacht sind, Menschen ein Gefühl von Sicherheit zu geben, entdeckt Sofia blitzschnell jede Möglichkeit dies zu widerlegen. Schließlich reicht auch schon ein Loch, durch welches der Kopf passt um in Freiheit zu gelangen ;-) . So anhänglich und menschenbezogen, hin und wieder beinahe "klebrig" Sofia im Innenbereich auch ist und ein warmes Kuschelplätzchen sehr zu schätzen weiß, so Energie geladen und manchmal nahezu ignorant zeigt sie sich bei den Spaziergängen, denn draußen ist sie Jagdhund durch und durch. Hier muss sich der Mensch schon dafür ins Zeug legen um sich interessanter zu machen, als die diversen Gerüche und Spuren, die Sofia mit der Nase verfolgt. Wir merken, dass in dieser Beziehung mit der schönen Hündin bislang nichts erarbeitet wurde, wenn man den Dreh raus hat, macht sie aber bereitwillig mit. Ein Ableinen wird in ihrem Fall jedoch vermutlich nie möglich sein, Katzen und Kleintiere, wie auch Wild hätten sonst keine ruhige Minute. Mit anderen Hunden beiderlei Geschlechts kommt sie in der Regel gut aus, größere Kinder findet sie ebenfalls nett. Wir wünschen unserer "Gracia Sofia" mit dem umwerfenden Augenaufschlag ein Zuhause, in dem sie sich nicht mehr alleine beschäftigen muss, mit motivierten Menschen, die gerne die entstehende Mensch-Hund-Beziehung festigen. Wenn ein Garten vorhanden sein sollte, wäre das natürlich prima, damit sie sich auch mal ohne Leine (aber nicht unbeaufsichtigt) frei bewegen kann.

Bewegte Bilder von Sophia finden Sie auf badisches.de in der Rubrik "tier + wir", oder klicken Sie direkt HIER.

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Ted ist ein besonderes Sorgenkind unter unseren Hunden. Der schöne kastrierte Jagdhund-Mix-Rüde (geb. Februar 2006) hat in der wichtigen Lernphase als Junghund zu wenig positive Erfahrungen mit (fremden) Menschen und anderen Umweltreizen gemacht. Dementsprechend reagiert er erst mal sehr verängstigt, oftmals panisch in Situationen die ihm nicht geheuer erscheinen. Mit anderen Hunden beiderlei Geschlechts hingegen ist Ted sehr gut sozialisiert und orientiert sich in manchen Situationen auch an diesen. Ein souveräner Zweithund wäre daher sinnvoll. Als Mensch muss man viel Einfühlungsvermögen und Hundeverstand mitbringen. Durch seine Unsicherheit braucht Ted lange um fremden Menschen Vertrauen zu schenken. Interessenten sollten bereit sein viel Zeit zu investieren, da er nicht innerhalb weniger Tage Bindung zu einem Menschen aufbaut.

Teddy ist in die Jahre gekommen, bekannter Maßen werden wir alle nicht jünger... Unser Opi ist auf kurzer Strecke noch weitesgehend rüstig, langsam aber sicher sind Knochen, Muskeln und das Herz allerdings nicht mehr ausdauernd leistungsstark. Wir werden für den "Hasenfuß" wohl doch sein letztes Zuhause bleiben und schenken ihm bis zun Schluss unsere Liebe und Aufmerksamkeit. 
(Um Ted kennenzulernen müssen wir Sie bitten, vorher telefonisch einen Termin zu vereinbaren, damit seine Bezugsperson vor Ort ist.)

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Die süße Jack-Russel-Mischlingshündin Lady (geb. ca. 01/2010) wurde bei uns abgegeben, da sie sich scheinbar nicht mit dem vorhandenen Hund verstanden hat. Diese Unverträglichkeit können wir hier nicht bestätigen. Lady liebt alle Hunde und alle Hunde lieben unsere Lady. Sie lebt bei uns in einem gemischten Rudel. Je größer dieses Rudel ist, desto wohler fühlt sich unsere kleine Dame. Besonders unser Lucky hat es ihr angetan. Sie weiß sich dort aber auch durchzusetzen.
Wie Lady aufgewachsen ist, wissen wir nicht. Sie muss aber in der entscheidenden Phase wohl einiges verpasst haben. Sie ist sehr ängstlich gegenüber Menschen und schreckhaft was Umweltreize betrifft. Daher ist sie nicht für einen lauten, hektischen Haushalt geeignet. Für sie wünschen wir uns ruhige, selbstsichere Menschen die bereits Erfahrung im Umgang mit ängstlichen Hunden haben. Auch sollten diese bereit sein, sich schon vorab Zeit zu nehmen um mit Lady bei uns im Tierheim eine Bindung aufzubauen. Ein souveräner Hund an ihrer Seite wäre absolut wichtig. Lady wird aber wohl nie ein Hund werden der sich in einer turbulenten Großstadt wohlfühlen wird. Für Katzen interessiert Lady sich nicht.
(Um Lady kennenzulernen müssen wir Sie bitten, vorher telefonisch einen Termin zu vereinbaren, damit seine Bezugsperson vor Ort ist.)

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Der Rottweiler-Schäferhundmischling Rex wurde im März 2010 geboren und ist eine riesige Schmusebacke. Er beherrscht die Grundkommandos und läuft gut an der Leine. Beim Spaziergang geht es eher gemütlich zu, alles muss ausgiebig beschnüffelt werden. Außer eine Katze läuft über den Weg – da wird unser großer Mann ganz schnell agil. Aufgrund seines Jagdtriebs können wir Rex daher nicht in ein Zuhause mit Katzen vermitteln. Wenn der hübsche Kerl in Bewegung kommt, hat er eine enorme Kraft. Daher brauchen wir zukünftige Besitzer, die diese auch beherrschen können.
Rex bindet sich sehr stark an seinen Menschen und genießt jegliche Zuwendung. Ganz toll wäre ein Garten für ihn, dies kennt und schätzt er aus seinem früheren Zuhause. Dort kann er dann auch mal ohne Leine seinem Tennisball hinterherjagen.
(Um Rex kennenzulernen müssen wir Sie bitten, vorher telefonisch einen Termin zu vereinbaren, damit seine Bezugsperson vor Ort ist.)

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Unser Kindskopf und Tausendsassa Matze (geb. ca. 2010) kam ins Heim, nachdem sein Vorbesitzer ihn aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr halten konnte. Leider jedoch war dieser bereits im Vorfeld grundsätzlich mit Matzes Temperament und Intelligenz überfordert, denn als Border Collie Mix stellt Hund gewisse Ansprüche an den Menschen. Da diese nicht befriedigt wurden, suchte sich Matze aus Langeweile neue “Hobbies”, die nicht gerade als gesellschaftstauglich angesehen werden können.
Matze ist kein Hund für die “Runde um den Block” , sondern braucht Aufgaben, die ihn geistig und körperlich auslasten (z. B. Such- und Kletterspiele).
Daher wäre in seinem neuen kinderlosen Zuhause Hundeerfahrung von Vorteil, damit ein konsequentes, zielorientiertes Training ohne Hektik weitergeführt wird. Mit dem Versuch der Leckerli Bestechung kommt man bei ihm allerdings nicht allzu weit, da müssen es schon besondere Leckereien sein. Für Zuwendung ist der Schlawiner jedoch immer sehr zu haben. Stimmt die Chemie zwischen Matze und seinen Menschen lässt er seinem unwiderstehlichen Charme freien Lauf und mutiert zum übergroßen “Schoßhund”. Mit anderen Hunden hat Matze eigentlich keine Probleme.
Matze kann nur nach Terminabsprache kennengelernt werden.
 

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Der kniehohe Mischlingsrüde Lucky (geb. 2005) wurde bei uns abgegeben, da die Vorbesitzer mit ihm überfordert waren. Vier Jahre lang hatte Lucky das Zepter fest im Griff ohne Grenzen gesetzt bekommen zu haben und jeder Spaziergang war ein Spießrutenlauf.
Seit er im Tierheim ist, beschäftigen wir uns intensiv mit dem Kerl und sein vorrangiges Problem ist keine Dominanz sondern seine Unsicherheit. Lucky braucht von seinem Menschen eine eindeutige und selbstsichere Ansage. Gibt es klare Strukturen dann gibt es auch keine Probleme. Die Führungsposition und die Entscheidungen müssen für ihn klar ersichtlich beim Menschen liegen. Daher sollten Kinder im neuen Zuhause eher schon in Richtung Teenageralter gehen.
Lucky ist äußerst schlau und in unserer Hundeschulegruppe der unumstrittene Streber. ;-) Den Grundgehorsam beherrscht er im Schlaf und man kann sich eigentlich immer neue und lustige Sachen für ihn ausdenken. Lucky ist bei jedem Spaß dabei. Dieser Hund will auch einfach seinen hübschen Kopf benutzen und nicht nur Monotonie. Für Menschen die also Agility, Kunststücke und alles was sonst in dieser Hinsicht Spaß macht ebenfalls toll finden, wäre Lucky der perfekte Partner. Natürlich ist Lucky kein Junghund mehr und man sollte darauf Rücksicht nehmen. Seine große Leidenschaft ist das ausgiebige Wälzen im hohen Gras. Da kann man mal so richtig die Seele baumeln lassen und sich dann auch wieder vom Sportprogramm erholen.
Lucky sitzt bei uns in einer Hundegruppe mit beiden Geschlechtern und kommt dort gut zurecht. Hündinnen sind grundsätzlich alle toll - besonders unsere Lady hat es ihm angetan Mit Rüden entscheidet sich die Situation meist dann wie sie sich ihm gegenüber verhalten. Provozieren möchte er sich nicht gerne lassen. Wollen sie nichts von ihm, will er auch nichts von ihnen.
Lucky zeigt kein jagdlich motiviertes Verhalten und kommt auch mit Katzen gut zurecht.

Unser Lucky ist in die Jahre gekommen, bekannter Maßen werden wir alle nicht jünger... Wobei unser Schatz, dass manchmal nich nicht realisiert hat ;-) , wenn es ums Erbetteln von Leckerlis geht, strahlen seine alten Äuglein wie zu Jungspundzeiten. Und auch seine Liebe zu Spaziergängen besteht weiterhin. Luckys Herz braucht inzwischen medikamentöse Unterstützung, solange er im Hunde Rudel mit seinen Lieblingsmenschen noch viel Schönes erleben darf, ist die Welt für ihn in Ordnung. Wir werden wohl doch sein letztes Zuhause bleiben und schenken ihm bis zum Schluss unsere Liebe und Aufmerksamkeit, natürlich mit Leckerli.